Bodhidharma

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Bodhidharma (ca. 440 - 528); weitere Bilder siehe Link

Jap.: Daruma, chin.: Puti Damo, * um 440; † um 528


3. Sohn von König Sughanda und indischer Mönch. Brachte als 28. Nachfolger Gautama Buddhas die Lehre des Buddhismus als erster nach Nord-China. Dort ließt er sich in dem Kloster Shaolin nieder. Seine aus dem Buddhismus abgeleitete Mehode der Selbstbetrachtung wurde in China Chan und später in Japan Zen genannt. Er gilt deshalb als 1. Patriarch des Zen.

Seinerzeit, wie auch heute noch im Zen, wird Meditation als eine den Intellekt untergrabende Praxis verstanden, nicht als Glaube, Weltanschauung oder gar philosophisches System. Grundlegende Meditationsmethode ist dabei das Zazen: das wortlose "Nur-Sitzen" im Lotus-Sitz. Nach seinem Eintreffen in China soll Bodhidharma erst einmal neun Jahre unerschütterlich vor einer Wand Zazen geübt haben.


Kaiser Wu-Di von Liang fragte den Großmeister Bodhidharma:
Welches ist der höchste Sinn der Heiligen Wahrheit?
Bodhidharma sagte: Offene Weite — nichts von heilig.
Der Kaiser fragte weiter: Wer ist das Uns gegenüber?
Bodhidharma erwiderte: Ich weiß es nicht.
Der Kaiser konnte sich nicht in ihm finden.

Bodhidharma setzte dann über den Strom und kam nach We.
Später wandte sich der Kaiser an den Edlen Bau-dshi und befragte ihn.
Der Edle Bau-dshi sagte: Aber Eure Majestät wissen doch wohl, wer das ist? Oder nicht?
Der Kaiser erwiderte: Ich weiß es nicht.
Da sagte der Edle Bau-dshi: Das ist der große Held Avalokitesvara, der das Siegel des Buddha-Geistes weitergibt.
Da reute es den Kaiser, und schließlich sandte er einen Boten ab, um Bodhidharma zurückzubitten.
Der Edle Bau-dshi aber riet: Sagen Eure Majestät es lieber niemand, daß Sie einen Boten schicken wollten, ihn zurückzuholen! Dem könnte das ganze Land nachlaufen: er kehrte doch nicht wieder um.''

Bi-Yän-Lu - Meister Yüan-wu´s Niederschrift von der Smaragdenen Felswand

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